Lustige Wissenschaften

Beitrag | Berlin, 07.12.14

Wenn das meine Lehrer in der Schule gekonnt hätten....

Gestern Abend habe ich gelernt:

Am gestrigen Samstag, den 06. Dezember fand in Berlin das Finale des Science Slam 2014 statt. Während beim sehr viel bekannteren Poetry Slam (Lyrikwettstreit) Literaten mit eigenen Texten gegeneinander antreten, standen sich hier acht Studierende und Nachwuchswissenschaftler im Wissenschaftswettstreit gegenüber. Die zwischen 25 und 45 Jahren Frauen und Männer (50:50) sollten in jeweils 10 Minuten unterhaltsam ihre Forschungsprojekte darlegen.

Während sich beim Poetry Slam die Hilfsmittel maximal auf das Blatt Papier mit dem Text des Literaten beschränkten, sind beim Science Slam alle Requisiten, PowerPoint-Präsentationen oder Live-Experimente erlaubt. Das Publikum konnte in kleinen Gruppen mit Voting-Sets Punkte zwischen 1-10 verteilen.

Den Anfang machte der Gewinner des vergangenen Jahres und berichtete über seine Forschungen im Bereich Physik. Es folgten Slams aus den Bereichen Mathematik, Neurologie, Verpackungstechnik, Paläontologie und Gesundheitsökonomie. Während einige Vorträge viele Lacher auf sich zogen oder mit überzogener Hektik amüsierten, entsprachen andere eher einem lockeren universitären Vortrag. Sieger des Abends war der Paläontologe Kai, der über „Jurassic Park“-Studium berichtete, seine Forschungsreise nach China und den Wert des Knochen- Leckens bei Ausgrabungen.

Die Vorträge waren informativ, veranschaulichten spannender die jeweiligen Forschungen und zeigten, dass Naturwissenschaften durchaus verständlich sein können - und sogar lustig! Und noch beim Bier in der Kneipe sprach man hinterher angeregt über die Vorträge, das Heilen von HIV und die vielen spannende n Erkenntnisse.

Wenn das meine Lehrer in der Schule gekonnt hätten....