Japan 2014

Projektbeschreibung

Mein erstes Projekt in diesem Jahr führte mich nach Japan, einem Land zwischen Tradition und Moderne, zwischen Atomstromfreiheit und Stromverknappung, zwischen asiatischen und westlichen Einflüssen.

Zeitraum:  28.02. - 15.03.2014

 

"Wir sind wie ein Think Tank für Anti-Atom-Organisationen."

Das “Citizens' Nuclear Information Center” (CNIC) ist ein Netzwerk von Wissenschaftlern, Aktivisten und Bürgern mit Sitz in Tokyo. Es sammelt und publiziert Informationen, um das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren der Atomenergie zu schärfen und zur Schaffung einer atomwaffenfreie Welt beizutragen. Hajime Matsukubo (35 Jahre) ist Sprecher des CNIC und hat 2012 seinen Job im Finanzsektor gekündigt, um sich auf den Kampf gegen Atomkraftwerke zu konzentrieren. Ich traf ihn am Montag, den 10. März 2014 in Tokio.

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Tokyo: Im Großstadtgewusel

[Sa.,15-03-14] Zügig eilen Menschenmassen über eine riesige Kreuzung, um schnell an irgendein Ziel zu kommen, sei es zur Arbeit oder zu einem Treffen mit Freunden. Diese Kreuzung, die man aus vielen Berichten über Japan kennt und die als Inbegriff des hektischen Treibens der Stadt gilt, liegt am Bahnhof Shibuya in Tokyo. 

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Fukushima im Supermarkt

[Fr.,14-03-14] Fukushima ist der Fläche nach die drittgrößte Präfektur und eine der führenden Reisregionen Japans, deren Agrarprodukte und Fischbestände das ganze Land versorgt haben und teils immer noch versorgen. Seitdem das AKW Fukushima vor drei Jahren havarierte, entweicht allerdings kontinuierlich Radioaktivität ins Wasser und in die Luft und belastet nicht nur Menschen und Natur sondern auch die regionale Wirtschaft.

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"Anti-Atom-bewegtes Tokyo"

[Mi.,12-03-14] In den vergangenen drei Jahren ist die Welle der Groß-Demonstrationen abgeflaut. Entgegen der Behauptung, die Bevölkerung habe das Interesse verloren erklärt mir Hajime Matsukubo, Sprecher des Citizens‘ Nuclear Information Centers (CNIC) im Gespräch:

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Fukushima Jahrestag in Tokyo: 30.000 Demonstranten auf den Straßen

[So.,09-03-14] Heute, an diesem sonnigen Sonntagmittag, haben sich Tausende Menschen im Hibiya Park in Tokyo für die Gedenkveranstaltung zum Fukushima-Jahrestag eingefunden, mitten im politischen Machtzentrum Tokyos. Von 13 Uhr bis 14 Uhr (5 Uhr bis 6 Uhr MEZ) werden in der Hibiya Open-Air Concert Hall Reden von Betroffenen und Unterstützern gehalten.

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Internationaler Frauentag: "Unsere Demonstration wird die Welt verändern"

[Sa.,08-03-14] Vor der Bibliothek im Hibiya Park in Tokyo hat sich eine große Anzahl Polizisten in Uniform und in Zivil postiert. An diesem 8. März, dem Internationalen Frauentag, findet hier um 13:30 Uhr unter dem Titel „Unsere Demonstration wird die Welt verändern“ der Kongress verschiedener Fraueninitiativen statt. Etwa 80 TeilnehmerInnen haben sich eingefunden.

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Seit zweieinhalb Jahren hält das Anti-Atom-Zelt die Stellung

[Fr.,07-03-14] Tamiko Tani wird dieses Jahr 90 Jahre alt. Jeden Freitag sitzt sie mit Protestschildern vor dem Anti-Atom-Zelt. Zum Demonstrieren sei sie nicht mehr fit genug, aber so könne sie auf ihre Weise jedem der vorbei gehe ihre Meinung zeigen. Tamiko ist eine von vielen überzeugten UnterstützerInnen des Anti-Atom-Zelts.

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Kyoto: Tempel auf Hügeln und in Einkaufsstraßen

[Do.,06-03-14] Warum Städte mit U-Bahnen unterqueren, wenn man sie auch von oben betrachten kann. Anstatt schnelle Verbindung mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu suchen, bin ich in Kyoto überwiegend zu Fuß unterwegs. Mit einer ungefähren Orientierung schlendere ich durch die Straßen, komme in Gegenden, die ich sonst nicht gesehen hätte und bekomme Eindrücke vom Leben in der Stadt.

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Die Stadt Kobe: Moschee, Kölner Brot und Chinatown

[Mo.,03-03-14] Um eine Ecke biegend stehe ich plötzlich vor einem Gebäude, das die französische Flagge trägt, das gegenüberliegende Haus trägt die italienische. Ein Stück die Straße runter machen Japanerinnen lachend Fotos vor dem „Arabien Rock“ einem Restaurant, dessen Eingang an arabische Architektur erinnert. Im Café Köln wird ‚hausgebackenes Brot‘ verkauft, ein Lokal wirbt mit Heinecken-Bier.

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Osaka Burg Park – Eine Oase zwischen Hochhäusern

[02.03.14] In die Metropole Osaka mit ihren über 2,6 Millionen Einwohnern eingebettet, bildet der Osaka Burg Park mit 1250 japanischen Pflaumenbäumen und 4500 Kirschbäumen ein beliebtes Ausflugsziel. In der Parkmitte erhebt sich die Burg Osaka. Im Hostel hatte man mir gesagt, das sei die wichtigste und beliebteste Attraktion der Stadt, sowohl Museum als auch Aussichtsplattform. So pilgere ich mit vielen anderen Menschen den Weg zur Burg hinauf. Zum Glück kann man am Eingang für wenig Geld sein Gepäck zwischenlagern. Mit dem Backpacker-Rucksack wäre es doch etwas mühsam geworden.

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Die Sache mit den guten Vorsätzen

[Fr.,28-02-14] Im Flieger: Die Stewardess holt mich aus dem dösigen Halbschlaf und fragt: "What meal do you want? The japanese or the western food?" Da ich nicht zu sehr gaikokujin (Ausländer) sein will entscheide ich: "Japanese!" Freundlich lächelnd reicht sie mir das hübsch angerichtete Tablett und ich beginne zu essen. Mist!

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