Motivation

Sprachen reflektieren historisch gewachsene spezifische Lebensumstände, prägen sie aber auch für die Zukunft. Wir sind nicht nur geprägt von der Umwelt in der wir leben, sondern genauso durch die Konstruiertheit der Sprache. Zweisprachig aufgewachsene Kinder denken anders, je nachdem in welcher ihrer Muttersprachen sie gerade denken. Sprachen sind ein Zuhause. Ein halbjähriger Schüleraustausch nach Frankreich in der zehnten Klasse hat mir erstmals gezeigt, dass es möglich ist in anderen Sprachen zu leben, zu denken und sich geborgen zu fühlen. Damit einher ging das Faible für die Menschen und Kulturen. Ich bin mittlerweile mit vielen Sprachen in Berührung gekommen. Kinder in Quallam (Niger) waren begeistert, als wir auf ihre Zurufe „anisara“ [weiß] mit „borbi“ [schwarz] antworteten.

Es gibt auf dieser Welt einen unglaublichen Reichtum an Kulturen. Aber will man die Menschen kennenlernen und ihnen mit Respekt begegnen, ist Sprache ein wichtiges Instrument. Sie kann ein Mittel sein, um mit Menschen in Kontakt zu kommen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Und so naiv es auch klingen mag, diese vorurteilsfreie und offene Begegnung ist letztlich eine der friedenstiftendsten Maßnahme die es gibt.

Politik, Gesellschaft, Leben, Land und Leute, jeder Teilbereich des Lebens ist spannend. So bin ich in Sprachen und Kulturen unterwegs und immer offen für neue spannende Projekte und interessante Kooperationspartner.